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Ansichten eines Hundes

Darf ich vorstellen: mein Herrchen! Ziemlich eindrucksvoll, oder? Bestimmt gibt es nur wenige Hunde, die so ein beeindruckendes Herrchen haben wie ich. Die Herrchen meiner Artgenossen jedenfalls, denen ich bei den täglichen Spaziergängen und Ausläufen so begegne, sind alle nichtssagend und langweilig, aber meines dagegen! Diese Muskeln, diese Kraft! Als Hund müsste mir so etwas eigentlich egal sein, denn Hunde lieben ihre Herrchen mehr oder weniger bedingungslos, wenn diese nur gut zu ihnen sind, aber ich kann nicht leugnen, dass mich der Anblick meines Besitzers auch stolz macht. Besonders freue ich mich in Momenten wie diesen, wenn mein Herrchen ganz nackt ist und ich schwanzwedelnd zu seinen Füßen sitze und nach oben schaue. Dieser Anblick lässt mein kleines Hundeherz sofort höher schlagen. Ob es den anderen Hunden beim Anblick ihrer Herrchen aus so geht? 


Ich möchte mein Herrchen auch mit niemandem teilen müssen und habe daher beschlossen, jeden, der sich in sein (und mein!) Leben drängen will, zu vergraulen. Ich bin zwar klein, aber bellen und knurren kann ich gut. Und beißen auch, wenn es sein muss. Mein Herrchen gehört mir, ganz allein. Am liebsten rolle ich mich übrigens auf seinem Schoß zusammen. Ich weiß nicht warum, aber dort fühle ich mich am wohlsten. Vielleicht hat es mit diesem komischen Ding zu tun, dass zwischen seinen Beinen hängt und manchmal ganz groß und hart wird. Das habe ich schon gesehen, und gefühlt auch, wenn ich dort gelegen habe. Ich bekomme dann immer enorme Lust, das Ding abzuschlecken, denn es sieht wirklich sehr appetitlich aus, wie  ein dicker, leckerer Knochen, und die Aromen, die es verströmt, machen mich ganz unruhig, aber leider ergab sich noch nie die Gelegenheit. Nun gut, ich kann warten, irgendwann wird es bestimmt klappen. Ach, mit einem solchen Herrchen lässt sich so ein Hundeleben wirklich aushalten.

  


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